Dragon

Die Heftromanserie Dragon, die in den Jahren 1973 – 1975 im Erich Pabel-Verlag erschien und 55 Nummern umfasste, war die erste deutsche Fantasy-Serie. Ihr gebührt das Verdienst, Vorläuferin und Pionierin für die Fantasy in Deutschland gewesen zu sein.

Autoren waren die vorrangig für die verschiedenen Reihen des Pabel-Verlages schreibenden William Voltz, Hans Kneifel, Peter Terrid, Hugh Walker, Ernst Vlcek, Clark Darlton und H. G. Ewers.

Die ersten drei Nummern, von William Voltz geschrieben, wiesen überwiegend Science Fiction-Elemente auf. Sie wurden später in der Moewig Science Fiction Taschenbuchreihe als eigenständiger Zyklus erneut veröffentlicht, wobei der Held aus rechtlichen Gründen einen anderen Namen tragen musste.
Ab Nummer 4 dominierte der Fantasy-Charakter. Die Mehrzahl der Leser rekrutierte sich aus den Anhängern der verschiedenen Science Fiction-Reihen des Verlages. Den meisten gelang es (damals) nicht, dem neuen Genre etwas abzugewinnen.

Der Verlag versuchte den Spagat, indem vermehrt wieder Science Fiction-Themen gestreift wurden. Doch es war erfolglos. Es gelang weder, den klassischen Science Fiction-Anhängern noch den Fantasy-Puristen gerecht zu werden. Mit Heft 55 musste die Serie eingestellt werden. Erst zum Ende der 90er Jahre erlebte Dragon eine überarbeitete Renaissance im Weltbild-Verlag. Hier wurde die Serie auch zu einem (vorläufigen?) Abschluss gebracht.

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